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Untersuchung gegen Roblox: Die Frist ist verstrichen, öffentlich passiert ist nichts

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Untersuchung gegen Roblox: Die Frist ist verstrichen, öffentlich passiert ist nichts

Von Liska, spielt seit fast drei Jahren Roblox und Murder Mystery 2

Zwei US-Senatoren verlangten von Roblox Unterlagen bis zum 31. August. Der Termin ist vorbei, und seitdem ist es still. Was das heißt, was es nicht heißt, und was Roblox stattdessen angekündigt hat.

Mitte August hat ein Unterausschuss des US-Senats eine Untersuchung zum Kinderschutz bei Roblox eröffnet. Zwei Senatoren verlangten Unterlagen, und zwar bis zum 31. August 2026. Dieser Termin ist jetzt zwei Wochen vorbei.

Seitdem ist öffentlich nichts passiert. Keine Mitteilung, dass Roblox geliefert hat. Keine Rüge, dass Roblox nicht geliefert hat. Keine Anhörung. Wir haben am 13. September die Presseseiten beider Senatoren und den Sitzungskalender des Justizausschusses durchgesehen: Der letzte Eintrag zu Roblox stammt vom 13. August, und auf dem Kalender steht keine Sitzung zu dem Thema.

Wichtig dabei, damit daraus niemand den falschen Schluss zieht: Solche Unterlagen gehen vertraulich an den Ausschuss. Dass nichts bekannt wird, heißt also nicht, dass Roblox nichts geschickt hat. Es heißt nur, dass wir es nicht wissen.

Worum es in dem Brief geht

Die Senatoren Josh Hawley und Dick Durbin haben am 12. August 2026 einen Brief an Roblox-Chef David Baszucki geschickt, veröffentlicht am 13. August. Der Brief steht als PDF im Netz, dazu gibt es eine Pressemitteilung.

Verlangt werden unter anderem zwei Dinge: Roblox soll offenlegen, wie viel Geld die Firma mit welchen Altersgruppen verdient. Und Roblox soll sagen, wie viele Konten in den letzten zwei Jahren gemeldet wurden, weil sie sich Kindern gegenüber unangemessen verhalten haben.

Ein Brief aus dem Senat ist kein Urteil und keine Strafe. Es ist die Aufforderung, Zahlen vorzulegen.

Die Zahl, und wie man sie liest

Im Brief steht die Zahl 65.381. So viele Verdachtsfälle hat Roblox im Jahr 2025 an die US-Meldestelle NCMEC gemeldet, es ging um sexuelle Ausbeutung von Kindern. Im Jahr davor waren es 24.522.

Die Zahl hat sich also weit mehr als verdoppelt. Das ist ernst. Sie sagt aber nicht nur eine Sache aus.

Eine steigende Zahl von Meldungen kann bedeuten, dass mehr passiert. Sie kann auch bedeuten, dass besser erkannt und mehr gemeldet wird. Beides zugleich ist möglich. Bekannt ist außerdem, dass Roblox im Juni 2026 gegenüber einem anderen Senator zugesagt hatte, die eigenen Meldungen zu verbessern und mehr Angaben mitzuliefern. Welcher Anteil worauf entfällt, steht in keiner öffentlichen Quelle. Wir schreiben deshalb hin, was belegt ist: die beiden Zahlen, die Jahre und die Quelle.

Was Roblox seitdem angekündigt hat

Roblox hat vom 10. bis 12. September seine Entwicklerkonferenz abgehalten. Dabei wurden mehrere Dinge angekündigt. Das ist ausdrücklich keine Antwort auf die Untersuchung, es lief parallel dazu.

Für Kinder am ehesten spürbar sind diese drei:

Roblox nennt dazu eine eigene Erfolgszahl: Die im April eingeführten Altersprüfungen hätten schädliche Inhalte, die die jüngsten Nutzer erreichen könnten, um 99,5 Prozent verringert. Das ist eine Angabe der Firma über sich selbst, eine Messmethode wurde nicht veröffentlicht und geprüft hat es niemand von außen. Wir geben sie deshalb als das wieder, was sie ist.

Zur Untersuchung selbst hat sich Roblox seit Mitte August nicht neu geäußert. Es bleibt bei der damaligen Aussage des Sicherheitschefs, die Plattform sei auf Sicherheit gebaut und man freue sich darauf, die Fakten darzulegen.

Für Eltern eingeordnet

Ehrlich gesagt: Für den Alltag in Deutschland folgt aus dieser Untersuchung heute nichts. Ein Verfahren in Washington ändert hier keine Einstellung und keine Regel.

Was tatsächlich hilft, ist etwas anderes, das im selben Zeitraum erschienen ist. klicksafe, die EU-Initiative für Sicherheit im Netz, hat am 26. August einen eigenen Roblox-Bereich veröffentlicht, auf Deutsch und kostenlos: Risiken, Sicherheitseinstellungen, Tipps zur Begleitung, dazu ein Flyer für Jugendliche. Wenn ihr euch eine Stunde Zeit nehmen wollt, dann dafür und nicht für Nachrichten aus dem Senat.

Zwei Dinge, die viele Eltern nicht wissen und die konkreter sind als jede Anhörung:

Die Roblox-App ist in Deutschland ab 16 Jahren freigegeben. Die USK hat die Einstufung zum Jahreswechsel 2024/2025 von 12 auf 16 angehoben.

Und: Käufe, die ein Kind ohne Erlaubnis tätigt, sind nicht in Stein gemeißelt. Die Verbraucherzentrale Niedersachsen hat im Februar einen Fall begleitet, in dem ein 14-Jähriger über Monate rund 2.630 Euro für Robux ausgegeben hatte. Das Geld wurde erstattet. Minderjährige sind nur beschränkt geschäftsfähig, und das ist mehr wert als jede Kontoeinstellung.

Was in Europa rechtlich gerade passiert, steht bei uns unter EU stuft Roblox als sehr große Plattform ein. Die Einstellungen, die wirklich etwas bringen, stehen unter Roblox sicher für Kinder.

Stand: 13.09.2026. Offen bleibt, ob Roblox die Unterlagen geliefert hat, was darin steht und ob der Ausschuss daraus etwas veröffentlicht. Ein Anhörungstermin ist nicht angesetzt. Wenn irgendwo steht, eine Anhörung sei sicher oder komme zu einem bestimmten Zeitpunkt: Dafür gibt es bislang keine Quelle. Sobald sich etwas Belegbares ändert, schreiben wir es hier hin.

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