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Roblox macht seine Schutz-Systeme öffentlich: Was Eltern davon haben

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Roblox macht seine Schutz-Systeme öffentlich: Was Eltern davon haben

Von Liska, spielt seit fast drei Jahren Roblox und Murder Mystery 2

Roblox hat am 19. August drei Programme freigegeben, die Kinder vor Übergriffen schützen sollen. Andere Plattformen dürfen sie jetzt benutzen. Was das konkret bedeutet, und was es nicht bedeutet.

Roblox hat am 19. August 2026 drei Programme öffentlich gemacht, mit denen die Plattform Kinder schützt. Andere Anbieter dürfen sie ab sofort kostenlos einsetzen. Das steht so im offiziellen Roblox-Newsroom.

Für euch zu Hause ändert sich damit heute nichts. Trotzdem lohnt ein Blick darauf, denn die Zahlen sagen einiges darüber, was im Hintergrund passiert.

Worum es geht

Es sind drei verschiedene Programme.

Sentinel achtet auf Gesprächsmuster, die auf eine Anbahnung hindeuten, also darauf, dass jemand ein Kind langsam zu etwas drängt. Der Punkt dabei: Es schlägt an, bevor ein Chat eindeutig wird. Laut Roblox wurden in den zwölf Monaten bis zum 7. August 2026 fast 70 Prozent der erkannten Fälle von Kindesgefährdung zuerst über Sentinel gefunden.

Der PII-Prüfer erkennt, wenn jemand nach persönlichen Daten fragt oder sie preisgibt, also Adresse, Telefonnummer, Nachname. Die neue Fassung liegt bei einem Genauigkeitswert von 90,5 statt vorher 63,4.

Der Sprach-Prüfer hört bei Sprachchats mit und erkennt Beleidigungen und Übergriffiges in 30 Sprachen.

Was das für euch bedeutet

Ehrlich gesagt: unmittelbar nichts. Diese Programme laufen bei Roblox schon länger, sie werden jetzt nur auch anderen Firmen zur Verfügung gestellt. Auf dem Gerät eures Kindes ändert sich kein Knopf und keine Einstellung.

Zwei Dinge nehmen wir trotzdem mit.

Erstens: Der Chat wird mitgelesen, und zwar auch der Sprachchat. Das ist kein Geheimnis, aber vielen Eltern ist es nicht klar. Wer seinem Kind erklärt, warum es keine privaten Daten weitergeben soll, kann ruhig dazusagen, dass Roblox selbst darauf achtet.

Zweitens, und das ist der wichtigere Punkt: Eine Software, die 70 Prozent der Fälle findet, findet 30 Prozent nicht. Technik ersetzt nicht, dass ihr wisst, mit wem euer Kind spielt und redet.

Was ihr selbst tun könnt

Die Einstellungen, die wirklich etwas bringen, macht ihr weiterhin selbst: Chat einschränken, Freundesanfragen begrenzen, Ausgaben-Benachrichtigung einschalten, Elternkonto verknüpfen. Wie das Schritt für Schritt geht, steht auf Roblox sicher für Kinder.

Und wenn ihr gerade ein Konto einrichtet: Das richtige Geburtsdatum ist die wichtigste Angabe überhaupt, weil daran alle Schutzeinstellungen hängen. Der Weg dahin steht in unserem Ratgeber Roblox Account erstellen.

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